Bodenbeläge für Functional Training

Ein „Gerät“ ist aber buchstäblich die Grundlage für effizientes, gelenkschonendes und gesundes funktionelles Training, und das ist der geeignete Boden. Leider wird dieses Thema von vielen Studiobetreibern immer noch stiefmütterlich behandelt, aber das kann massive gesundheitliche Schäden bei den Trainierenden verursachen. 

Dämpfung da, wo es Sinn ergibt

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wagte sich kein Jogger ohne gedämpften, luftgefederten oder mit speziellen Waben ausgestatteten Laufschuh aus dem Haus. Die Hightechmaterialien sollten vor allem eines: vor Überlastungsschäden schützen.

Die Dämpfungseuphorie der Hersteller hatte einen Grund: Auf dem ersten Höhepunkt der Joggingwelle in den 1980er-Jahren klagten viele Läufer über Knieprobleme. Daran waren nach Meinung der Sportmediziner die flachen, kaum gepolsterten Schuhe schuld, die es damals zu kaufen gab. Die Industrie reagierte prompt und brachte Sohlen mit immer ausgeklügelteren Schaumstoffpolstern auf den Markt. Die Folge: Kniebeschwerden nahmen ab, dafür meldete sich die Achillessehne unangenehm zu Wort.

Dämpfung nun ganz zu verteufeln wäre aber völlig falsch, denn vor allem beim immer beliebter werdenden Functional Training ist ein Bodenbelag mit optimalen Dämpfungseigenschaften mehr als sinnvoll - er ist unverzichtbar für ein optimales Training.

Effektiveres Functional Training auf dämpfendem Bodenbelag
In den USA längst fester Bestandteil jeden guten Trainingsprogramms, ist Functional Training nun auch in Deutschland unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Dabei handelt es sich um ein intensives, abwechslungsreiches und sehr effektives Ganzkörpertraining. Bei den Übungen arbeitet man entweder mit dem eigenen Körpergewicht oder mit speziellen Geräten wie Kettle Bells, Sandbag oder Ähnlichem. Das Workout findet im Stehen, Sitzen und Liegen statt, beinhaltet viele Sprünge und andere dynamische Bewegungen. Deshalb kommt den dämpfenden Eigenschaften des Bodenbelags eine besondere Bedeutung zu.

Beim Functional Training kommt es immer wieder zu sogenannten passiv auftretenden Kraftspitzen. Nur ein guter Untergrund kann diese Belastung für den Körper optimal kompensieren. Das gilt insbesondere für Anfänger oder sportliche Wiedereinsteiger, deren Muskulatur noch nicht so gut ausgeprägt ist.

Bei den Übungen, die im Liegen oder auf der Seite ausgeführt werden, ist ein gut dämpfender Bodenbelag zudem eine Wohltat für Knochen und Gelenke. Wer liegt schon gerne mit seinen Hüftknochen oder den Schultern auf einen brettharten Boden?

Anforderungen an einen optimal dämpfenden Bodenbelag
Ein für Functional Training optimal dämpfender Bodenbelag muss dabei etliche Anforderungen erfüllen. Dazu gehört vor allem eine gewisse Elastizität, die dauerhaft anhält sowie eine robuste, reinigungsfreundliche und rutschfeste Oberfläche. Sie sollte zudem geruchsneutral sowie kälte- und wärmeisolierend sein. Da beim Training ordentlich Schweiß fließt, muss der Bodenbelag so beschaffen sein, dass die Flüssigkeit nicht eindringen kann. Aus hygienischen Gründen ist außerdem eine antibakterielle Ausrüstung ratsam.

Studien zeigen, dass ein optimales Training ohne dämpfend-elastischen Boden nur sehr eingeschränkt möglich ist. Hinzu kommt eine deutlich erhöhte Verletzungsgefahr, vor allem bei Anfängern, bei koordinativ noch nicht so versierten Sportlern und insbesondere bei Menschen mit Übergewicht.

 

Bodenbeläge für Functional Training in der Zusammenfassung

Mindestanforderungen:

  • erfüllt sicherheitstechnische Kriterien
  • reduziert Gelenkbelastungen
  • ist dauerhaft elastisch
  • erfordert keine zusätzlichen Trainingsmatten
  • ist individuell an den Raum anpassbar
  • hat eine Anlaufkante
  • verfügt über eine robuste, reinigungsfreundliche und rutschfeste Oberfläche
  • isoliert Kälte und Wärme
  • ist ohne Verklebung am Untergrund verlegbar
  • verhindert das Eindringen von Schweiß
  • ermöglicht den Einsatz von weiteren Trainingsgeräten


Ebenfalls sinnvoll:

  • Der Bodenbelag sollte in unterschiedlichen Farben mit optisch abgesetzten Markierungen bzw. Beschriftungen angeboten werden.

 

Quelle: Website AGR e.V.